Israel begeht seit Jahren Kriegsverbrechen, und das palästinensische Volk ist derzeit einer ethnischen Säuberung von extremer Gewalt und Ausmass ausgesetzt. Zur Erinnerung: Die unabhängige Untersuchungskommission der UNO hat bereits im September 2025 bestätigt, dass Israel einen Völkermord am palästinensischen Volk begeht. Gleichzeitig erlaubt die EBU dem israelischen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender KAN die Teilnahme am Eurovision Song Contest, was inakzeptabel ist.
Grosse Kulturveranstaltungen wie der Eurovision Song Contest haben eine starke symbolische Bedeutung für die internationale Akzeptanz der Politik eines Staates und sind ein wichtiges Kommunikationsmittel für die teilnehmenden Staaten. «Die Teilnahme Israel am ESC ermöglicht dem Land, sich vor einem grossen Publikum zu präsentieren ungeachtet des Genocides, welcher weiter am palästinensischen Volk verübt wird» , erklärt Gioia Benninger Geschäftsleitung Junge Grüne. Jedes Land, das gegen das Völkerrecht verstösst und Kriegsverbrechen begeht – was auf den Staat Israel zutrifft –, muss von allen großen internationalen Veranstaltungen ausgeschlossen werden, die nicht zum Ziel eines dauerhaften Friedens beitragen.
Die von den Jungen Grünen Schweiz lancierte Petition fordert, dass sich die Schweiz dazu verpflichtet, die Veranstaltung zu boykottieren, solange die EBU beschliesst, die Teilnahme Israels am Eurovision Song Contest aufrechtzuerhalten. Eine solche Entscheidung wurde bereits von mehreren nationalen öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern getroffen, darunter denen aus Spanien, den Niederlanden, Irland, Slowenien und Island. Dies ist jedoch bei der SRG nicht der Fall, und wir bedauern diese Entscheidung zutiefst.
Unserer Meinung nach muss sich die SRG aus dem Wettbewerb zurückziehen. Es geht um die Glaubwürdigkeit des Wettbewerbs und die Werte, die er vermitteln will, nämlich die Werte des Friedens, der Einheit, der Inklusion und der Würde für alle Völker. Die Jungen Grünen Schweiz rufen zum Boykott des Eurovision Song Contests 2026 auf und organisieren am Tag des Finales als Alternative einen öffentlich zugänglichen Filmabend. Gezeigt werden Kurzfilme von palästinensischen Künstler*innen.
Diese Mitteilung ist auch eine Gelegenheit, daran zu erinnern, dass sich die Jungen Grünen für die Beseitigung von Antisemitismus, Islamfeindlichkeit und jeder anderen Form rassistischer, ethnischer oder religiöser Diskriminierung einsetzen. Die Jungen Grünen sind überzeugt vom unveräusserlichen Recht aller Völker, unabhängig von ihren Überzeugungen, frei, gleich und in Sicherheit zu leben.