Die Jungen Grünen Schweiz legen ein Konzept für einen freiwilligen sozialen Dienst vor, der die heutige Dienstpflicht ersetzen soll. Zudem beschliessen sie, ein Referendum gegen die Schwächung des Zivildienstes zu ergreifen. Für die September-Abstimmungen wird eine Ja-Parole zur E-ID und eine Nein-Parole zum Eigenmietwert gefasst.
Für die Abschaffung der Wehrpflicht
Die Wehrpflicht führt zur Zwangsmilitarisierung der Gesellschaft und jede Art der Dienstpflicht ist ein massiver Eingriff in die persönliche Freiheit der Einzelnen: “Es kann nicht sein, dass junge Männer gezwungen werden, Dienst zu leisten für einen Staat, der ihre Zukunft zerstört”, erklärt Magdalena Erni, die Co-Präsidentin der Jungpartei. Deshalb fordern die Jungen Grünen die Abschaffung der Dienstpflicht und stattdessen die Einführung eines freiwilligen sozialen Dienstes.
Der freiwillige soziale Dienst soll allen Einwohner*innen ab 15 Jahren offenstehen, maximal ein Jahr dauern und pro Einsatztag mit mindestens 120 Franken entlohnt werden. Er soll freiwilliges Engagement und Care-Arbeit anerkennen, flexibel und für alle zugänglich sein sowie in wichtigen gesellschaftlichen Bereichen einspringen können.
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Zivildienst-Referendum beschlossen
Obwohl der Armeebestand schon heute höher ist als gesetzlich erlaubt, will das Parlament den Zivildienst massiv schwächen. Sechs Massnahmen sollen den Zivildienst unattraktiv machen und den Wechsel aus der Armee erschweren. Die Jungen Grünen haben jetzt beschlossen, das Referendum gegen die Vorlage zu ergreifen, die im Herbst in den Ständerat kommt.
Ja zur E-ID, Nein zum Eigenmietwert
Einmal mehr haben Bundesrat und Parlament mit der Abschaffung des Eigenmietwertes eine Vorlage zugunsten von Hauseigentümer*innen beschlossen. Insgesamt drohen Steuerausfälle in der Höhe von jährlich circa 1.6 Milliarden Franken zulasten der Allgemeinheit. Mit einem Nein zur Vorlage setzen die Jungen Grünen ein Zeichen gegen die unsoziale Politik der Bürgerlichen. Zur neuen E-ID haben die Jungen Grünen die Ja-Parole gefasst.
Nadja Carver neu in die Geschäftsleitung gewählt
Nach den Rücktritten von Sven Keller und Noemi Buzzi wurde Nadja Carver aus Luzern neu in die Geschäftsleitung der Jungen Grünen Schweiz gewählt. Nadja Carver studiert Religionswissenschaften und ist im Co-Präsidium der Jungen Grünen Luzern. Sven Keller bleibt den Jungen Grünen als Landrat im Kanton Glarus erhalten, Noemi Buzzi ist unter anderem bei der GSoA tätig. Die Jungen Grünen Schweiz danken beiden von Herzen für ihr Engagement!