Diesen Sonntag, 29. November, haben die Stimmberechtigten die Service-Citoyen-Initiative deutlich abgelehnt. Für die Jungen Grünen ist deshalb klar: Die unbezahlte Arbeit muss endlich anerkannt und der Zivildienst als unverzichtbare Stütze unserer Gesellschaft geschützt werden.
Die Bevölkerung liess sich nicht täuschen
Die Service-Citoyen-Initiative hätte die Gleichstellung nicht verbessert, sondern im Gegenteil, weiter verschlechtert. 2024 machten 61 % der gesamten Arbeitszeit von Frauen unbezahlte Arbeit aus, bei Männern waren es 42 %. Bezahlt und unbezahlt: Frauen leisten noch immer einen viel grösseren Anteil der Care-Arbeit, von der Kinderbetreuung bis zur Pflege von Angehörigen. Damit echte Gleichstellung möglich wird, darf diese essenzielle Arbeit nicht länger unsichtbar bleiben: Sie muss vollständig anerkannt werden, unabhängig vom Geschlecht.
Die Jungen Grünen fordern:
- Erwerbsausfallsentschädigungen für alle Personen, die ihr Erwerbspensum reduzieren müssen, um Care-Arbeit zu leisten;
- substanzielle Investitionen für bessere Löhne und Arbeitsbedingungen in allen Care-Berufen.
Der Zivildienst ist unverzichtbar – und die Bevölkerung weiss das
Eine Schwächung des Zivildienstes würde den sozialen Zusammenhalt gefährden. Zivildienstleistende übernehmen wichtige Aufgaben im Gesundheits- und Sozialwesen, im Naturschutz und in der Bildung: Sie helfen dort mit, wo die Ressourcen eh schon knapp sind. Das klare Nein zum Service Citoyen zeigt, dass die Bevölkerung den Zivildienst in seiner heutigen Form unterstützt und jeden Versuch, ihn zu schwächen, ablehnt. Im vergangenen Oktober haben die Jungen Grünen in einer breiten Allianz ein Referendum zur Rettung des Zivildienstes lanciert. Die Unterschriftensammlung läuft derzeit auf Hochtouren und dauert noch bis Ende Jahr.
Starkes Resultat für die Initiative für eine Zukunft
Trotz deutlicher Ablehnung sind über 20% Ja-Anteil ein starkes Resultat für eine JUSO-Initiative. Im Abstimmungskampf wurde massiv gedroht und Angst geschürt, trotzdem zeigt das Ergebnis, dass die enorme Vermögensungleichheit endlich bekämpft werden muss. Die Initiative hat zudem klar gemacht, dass übermässiger Reichtum in den Taschen einiger Weniger untrennbar mit dem Kampf gegen die Klimakrise verbunden ist.