Das Parlament hat eine Revision des Zivildienstgesetzes verabschiedet, die den Zugang zum Zivildienst erheblich erschwert. Mit sechs einschneidenden Massnahmen soll der Zivildienst ausgehöhlt werden; dies stellt einen Rückschritt dar. «Mit der Revision sollen Menschen mit Gewissenskonflikten zusätzlich schikaniert werden. Dagegen wehren wir uns!», sagt Antonio Mirtl, Co-Präsident Junge Grüne Kt. Bern.
Gefährdung für das Gemeinwohl
Zivis erbringen jährlich über eine Million Diensttage in Spitälern, Pflegeheimen, in der Landwirtschaft und in vielen anderen systemrelevanten Bereichen. Sie sind zu einer unverzichtbaren Stütze für das soziale und ökologische Gleichgewicht der Schweiz geworden. Oriana Pardini, Grossrätin SP, meint dazu: «Zivildienstleistungen sind unverzichtbar - insbesondere in Spitälern, Alters- und Pflegeheimen, Schulen und weiteren wichtigen gesellschaftlichen Institutionen. Das neue Zivildienstgesetz führt zu einem massiven Abbau dieser Leistungen, obwohl sie dringend gebraucht werden.»
Ein Rückschritt in die Vergangenheit
Die Vorlage untergräbt das erfolgreiche und bewährte Modell des Zivildienstes. Anstatt motivierte junge Menschen für einen gesellschaftlichen Einsatz zu gewinnen, könnten die neuen Hürden dazu führen, dass vermehrt der blaue Weg gewählt wird. «Die Vorlage basiert auf Misstrauen statt auf Verantwortung. Der Zivildienst ist ein Erfolgsmodell der Schweiz – ihn künstlich zu schwächen, ist der falsche Weg», meint GLP-Nationalrätin Fabienne Stämpfli.
Appell an die Stimmbevölkerung
Das überparteiliche Komitee «NEIN zur Aushöhlung des Zivildienstes» ist überzeugt, dass die Schweiz einen starken und zugänglichen Zivildienst als wertvolle Ergänzung zur Armee benötigt. Eine Schwächung des Zivildienstes löst keine Probleme, sondern schafft neue. Deswegen ruft das Komitee die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger dazu auf, am 14. Juni 2026 ein überzeugtes NEIN in die Urne zu legen.