In der Nacht vom 12. auf den 13. Juni wurden in der Stadt Luzern zwei Aktionen durchgeführt, um die Luzerner*innen an die Wichtigkeit des feministischen Streiktages zu erinnern und um auf die anhaltenden Ungleichheiten und Probleme unserer Gesellschaft aufmerksam zu machen.
Viele Strassen und Plätze sind in Luzern nach Männern benannt. Doch gleichzeitig existieren fast keine welche FINTA*-Personen gewidmet sind. Dabei gibt es viele FINTA*s, welche mit ihrem politischen und sozialen Handeln die Schweiz, wenn nicht gar die Welt massiv bewegten. Im Anblick der fehlenden Anerkennung von FINTA*-Personen wurden zentrale Plätze umbenannt. Schliesslich sollte Luzern die gesamte Bevölkerung widerspiegeln und nicht nur den cis-männlichen Teil davon. «Es ist eine Schande, dass FINTA*-Personen, welche nebst einem Grossteil der Care-Arbeit auch enorme Beiträge zu Politik und Gemeinschaft in der Schweiz beitragen, noch immer auf fehlende Wertschätzung stossen. Insbesondere, während problematischen Persönlichkeiten, wie beispielsweise dem Komponist Richard Wagner, noch immer mehrere Gedenkstätten in der Stadt gewidmet werden», erklärt Giulia Bucheli, Vorstandsmitglied der Jungen Grünen Kanton Luzern.
Gleichzeitig tauchten bei einigen Statuen verschiedene Demoschilder auf, welche auf feministische Themen aufmerksam machen und aufzeigen sollen, wofür am 14. Juni gestreikt wird. Auf einem Schild stand beispielsweise «NUR JA HEISST JA» und soll auf die Wichtigkeit von Konsens aufmerksam machen. Ein weiteres Schild war geziert mit dem Schriftzug «NI UNA MENOS», welcher auf die steigende Gewalt gegen FINTA* und die hohe Femizidrate hinweist. «Wir erlebten dieses Jahr bereits 14 gemeldete Femizide, während die SVP Frauenhäuser als Hotels bezeichnet. Es reicht, wir sind hässig.», so Nadja Carver, Co-Präsident*in der Jungen Grünen Kanton Luzern. Auf einem anderen stand: «TRANSFRAUEN SIND FRAUEN» und zeigt die Wichtigkeit von Intersektionalismus auf, gerade in Zeiten, in denen Transfeindlichkeit wieder verstärkt Raum erhält und unbekämpft bleibt und die Rechte von Transpersonen weltweit immer mehr eingeschränkt werden. Zusammenhalt ist heute wichtiger denn je. Deshalb fordern auch die Jungen Grünen Luzern alle dazu auf, am 14. Juni am Feministischen Streik teilzunehmen.