Feministischer Streik statt Chaosinitiative!

Am 5. Juni fand die Mitgliederversammlung der Jungen Grünen Luzern zum Thema «feministischer Streiktag» statt. Dort bereiteten sich die Jungen Grünen auf den 14. Juni vor. Anstelle der menschenverachtenden Chaosinitiative zuzustimmen, schlagen die Jungen Grünen Kanton Luzern mit dem feministischen Streik ein Alternativprogramm vor, um wirklich für weniger Gewalt an FINTA*-Personen einzustehen.


Wie jeden ersten Freitag im Monat trafen sich die Jungen Grünen Luzern auch im Juni zu einer Mitgliederversammlung. Diesmal stand die Versammlung ganz im Zeichen des feministischen Streiktags. Der 14. Juni fällt dieses Jahr zwar auf einen Abstimmungssonntag, für die Jungen Grünen ist das selbstverständlich kein Grund, nicht streiken zu gehen. 

Um sich auf den Streik am 14. Juni vorzubereiten, hielten Anouk Schindler-Wright, Mitglied der Jungen Grünen Luzern, und Liv Kloth, Vorstandsmitglied der Jungen Grünen Luzern, einen Input zum Hintergrund des feministischen Streiktags. Weiter ging es mit einem lockeren Input und Spielen zur Geschichte und den Strömungen des feministischen Kampfes.Weil Queerfeminismus bei den Jungen Grünen eine wichtige Rolle einnimmt, brachten die Anwesenden ihre drängendsten feministischen Anliegen zusammen. Ein zentrales Anliegen ist die Gewalt an FINTA-Personen (Frauen, intergeschlechtliche, nonbinäre, trans und agender Personen). Insbesondere Trans-Frauen sind im öffentlichen Raum zunehmend von Anfeindungen, Diskriminierung und physischer als auch psychischer Gewalt betroffen. Um am Feministischen Streiktag diesem Thema Aufmerksamkeit zu schenken, gestalteten die Jungen Grünen an der Mitgliederversammlung ein Transparent zum Thema.  

Am 3. Juni  wurde in der Schweiz schon der 13. Femizid in diesem Jahr begangen. Das heisst, es wurde in der Schweiz häufiger als alle zwei Wochen eine Frau* umgebracht, einfach weil sie eine Frau* ist. Währenddessen setzt sich die SVP aktiv gegen mehr Frauenhäuser ein und zeigen erneut, dass die Sicherheit von FINTA*-Personen ihnen doch nicht wichtig ist.  Die Jungen Grünen wollen dies nicht auf sich sitzen lassen und rufen deshalb zum Streik am 14. Juni auf. «Gewalt gegen FINTA* und queere Personen ist ein grosses Problem in der Schweiz. Die patriarchalen Strukturen, die diese ermöglichen, gehört es zu bekämpfen und dazu braucht es bessere Prävention, Aufklärung und Bekämpfung von patriarchalen Machtstrukturen. Im Gegensatz zu zu menschenverachtenden Initiativen unter dem Deckmantel des Schutzes von FINTA*, bringen wir am 14. Juni tragbare, sozialverträgliche und effektive Vorschläge auf die Strassen.», meint Nadja Carver, Co-Präsident*in der Jungen Grünen Luzern.