Zum ersten Mal in der Geschichte der Jungen Grünen stellten sich zwei Personen zur Wahl als
Stadtratskandidaten. Samuel Asal (Vorstand) und Julian Gerber (Co-Präsident) sind beides langjährig aktive
Mitglieder der Jungen Grünen Luzern. Nach einer Vorstellungsrunde und intensiver Diskussion setzte sich
schliesslich Gerber an der Nominationsversammlung in der Wahl durch. Die Idee eines Zweiertickets wurde
verworfen, damit die Kräfte auf einer Person für einen Sitz im Stadtrat gebündelt werden können.
Julian Gerber, der Dezember bei WWF Schweiz arbeitet, dankt den Mitgliedern für das Vertrauen und freut
sich, für die Jungen Grünen in den Stadtratswahlkampf steigen zu können. Die Jungen Grünen sind als einzige
Jungpartei im Stadtparlament die Stimme der Jungen. «Genau diese Stimme will ich auch im Stadtrat sein.»
sagt Gerber. Gleichzeitig gibt sich Gerber auch kämpferisch: «Die bürgerliche Steuerpolitik für Reiche muss ein
Ende haben. Mit einem Stadtratssitzgewinn auf Kosten von Mitte oder FDP können wir dem einen Riegel
vorschieben.» Während in den vergangenen Jahren die Parlamentarier*innen der Jungen Grünen links-grünen
Anliegen im Grossen Stadtrat zu einer Mehrheit verschafften, streben die Jungen Grünen auch im Stadtrat eine
linke Mehrheit an.
Die Ausgangslage mit nur zwei bisherigen Stadträt*innen, wobei Franziska Bitzi bei der letzten Wahl in den 2.
Wahlgang musste, ist so gut wie nie zuvor. Zudem holte GLP-Stadtratskandidat bei den Nationalratswahlen in
der Stadt Luzern weniger Stimmen als Julian Gerber. Gerber ist optimistisch: «Ein Stadtratssitz für die Jungen
ist so nah wie noch nie, holen wir ihn!»