Zur Vorstellung der Service-Citoyen Initiative wurden zwei Gäste eingeladen. Nachdem jeweils Pro-
und Contra-Seiten ihre Argumente ausführlich erläuterten, starteten die Mitglieder in eine spannende
Diskussion. Vorstandsmitglied Celeste Burkart meint zur Initiative: “Eine Reform der Wehrpflicht ist
dringend nötig. Der Ansatz der Initiative, diese zu einer Bürger*innendienst-Pflicht umzubenennen und
auf alle Geschlechter auszuweiten, ist jedoch ein komplett falscher. FINTA* leisten jetzt schon den
Grossteil der unbezahlten Care-Arbeit - sie nun auch noch zu einem Jahr gemeinnützige Arbeit zu
zwingen, wäre keine Gleichstellung, sondern eine Ausweitung patriarchaler Missstände.” Eine weitere
Gefahr, welche die Jungen Grünen bei einer Annahme der Initiative sehen, ist Lohndumping in diversen
Berufen, wie auch eine weitere Förderung des Militärs. “Erwähnt wird im Initiativtext nur der Zivilschutz
und der Militäreinsatz. Förderung anderer Beteiligung unterliegt der Willkür des Parlamentes und diese
wollen zurzeit den Zivildienst sogar schwächen.”, so Nadja Carver, Co-Präsident*in der Jungen Grünen
Kanton Luzern. Eine Schwächung des Zivildienstes und Förderung von einem Militär über dem
Maximalbestand wollen die Jungen Grünen Kanton Luzern nicht. So fassten die Jungen Grünen
Kanton Luzern die Nein-Parole zur Service-Citoyen Initiative. Dennoch erkennen sie einen zivilen
Einsatz für alle, wenn auch freiwillig, als eine gute Idee an. Dies findet sich auch im Punkteplan der
Jungen Grünen Schweiz zum freiwilligen sozialen Jahr vom vergangenen August.
Bei der Diskussion um das städtische Budget stach vor allem die Kritik an den geplanten
Steuersenkungen heraus. Mit einem neuen Steuerfuss von 1.45 würde diese eine Zehntel-Senkung
betragen. Die Jungen Grünen stellen sich klar gegen eine “Zugerisierung” der Stadt Luzern, welche
durch Steuersenkungen weiter voranschreiten würde. Aus diesem Grund fassten die Jungen Grünen
für die Abstimmung am 14. Dezember eine einstimmige Nein-Parole.
Als fröhlicher Ausklang der Mitgliederversammlung konnten die Jungen Grünen auf das
Zustandekommen der Solarinitiative ihrer Mutterpartei anstossen. Am Tag zuvor wurde bekannt, dass
nach langem Zittern nun rund 125’000 Unterschriften für die Solarinitiative gesammelt werden
konnten, und es diese somit vors Volk schafft. Die Jungen Grünen Kanton Luzern blicken mit viel
Vorfreude auf die Abstimmungskampagne.