Nach einer spannenden Diskussion mit vielen verschiedenen Inputs fassten die Jungen
Grünen Luzern eine eindeutige Ja-Parole zur E-ID. «Der Gedanke, dass eine Privatfirma diesen
Service bereitstellen würde, wenn es zu einem Nein kommt, bereitet mir Sorgen», sagt Liv
Kloth, Vorstandsmitglied. Die Jungen Grünen Luzern sehen eine grosse Notwendigkeit, mit
der Digitalisierung mitzugehen. Trotzdem betonen sie, wie wichtig es ist, dass die analoge ID
beibehalten wird.
Einstimmig wurde zudem die Nein-Parole zur Zweitliegenschaftssteuer gefasst. Kritisiert
wurde vor allem, dass die Steuer in ihrer jetzigen Form mit der Abschaffung des
Eigenmietwerts einhergeht. Somit werden wichtige Steuereinnahmen durch diesen
aufgehoben und durch eine Steuer ersetzt, welche von Kantonen freiwillig eingeführt werden
kann. . Anstelle einer halbherzigen Steuer fordern die Jungen Grünen eine konsequente
Boden- und Wohnpolitik, die Spekulation eindämmt und bezahlbaren Wohnraum für alle
schafft. Vorstandsmitglied Finn Krummenacher sagt: «Es ist unlogisch, diese wichtige Steuer
abzuschaffen und dann eine zu erlassen, welche Kantone nur freiwillig einführen können. Die
bürgerlichen in den Kantonen sprechen sich jedoch klar dagegen aus, diese Steuer
einzuführen.»
Die Jungen Grünen kritisieren auch, dass die Zweitliegenschaftssteuer zu schwach sei und
die Einnahmen daraus zu tief. «Nur ein kleiner Teil der Besitzenden wird davon betroffen sein.
Die daraus generierten Einnahmen sind im kantonalen Budget also kaum spürbar», meint
Vorstandsmitglied Simon Leisinger.
Vorstellung des VCS durch den Grünen Nationalrat Michael Töngi
Den restlichen Abend erhielten die Jungen Grünen einen spannenden Einblick in Michael
Töngis Arbeit als Vorstandsmitglied des Verkehrs-Club der Schweiz. Dabei erfuhren sie, wie
wichtig deren Arbeit ist. Die Einsprachen, welche gegen Projekte wie den geplanten Bypass
erhoben werden, sind dabei zentral, um Natur, Lebensqualität und Klimaziele zu schützen.