Kampfwahlen um die Regierungsratskandidatur der Jungen Grünen Kanton Luzern

Die Jungen Grünen Kanton Luzern formierten sich bereits anfangs Januar zum Wahlgruppenauftakt und geben nun erste Einblicke. Unter der Wahlleitung von Nadja Carver, Co-Präsident*in der Jungen Grünen Kanton Luzern und Alina Wiget, ehemalige Co-Präsidentin und jetzige Stadtparlamentarierin der Jungen Grünen in Kriens, bildete sich eine starke Wahlgruppe. Bereits jetzt steht klar, dass es für die Regierungsratskandidatur der Jungen Grünen Kanton Luzern im August Kampfwahlen geben wird. Die Jungen Grünen Kanton Luzern kritisieren die intransparente Auswahl von Regierungsratskandidat*innen und fordern die anderen Parteien des Kanton Luzern auf, Entscheide nicht weiter in Hinterzimmer zu treffen.


Bereits im Januar fand bei den Jungen Grünen Kanton Luzern der Wahlauftakt statt. So wurden alle Mitglieder herzlichst eingeladen, an der Kick-Off Sitzung zu erscheinen und aktiv am Planungsprozess teilzunehmen. An der Kick-Off Sitzung wurden Bedürfnisse und Ideen für die Kampagne erstmals gesammelt. «Gerade bei kantonalen Wahlkampagnen zeichnet sich bei den meisten Parteien eine elitäre Führung ab. Eine kleine Gruppe von Personen entscheidet über einen Wahlkampf, den die Basis dann auf der Strasse tragen sollte.», so Alina Wiget, Stadtparlamentarierin der Jungen Grünen Kriens. «Um unsere Mitglieder abzuholen, für den Wahlkampf zu begeistern und  unsere Werte von Transparenz und demokratischen Abläufen auch zu leben, möchten wir den Wahlkampf so breit wie möglich gestalten, nicht lediglich in einer kleinen Wahlgruppe.» 

Dieser Grundsatz gilt für die Jungen Grünen Kanton Luzern auch ganz klar im Bezug auf die Spitzenkandidaturen. «Die Auswahl von Spitzenkandidat*innen gestaltet sich häufig, insbesondere bei den Mutterparteien, sehr intransparent.», erklärt Anouk Schindler-Wright, Mitglied der Jungen Grünen Luzern. Die Jungen Grünen Kanton Luzern kritisieren dieses Vorgehen stark. «Transparenz sollte nicht nur bei der Finanzierung, sondern auch bei der Wahl von Spitzenkandidat*innen eine zentrale Rolle spielen. Durch die Wahl der Kandidat*innen, welche zumeist in einem geschlossenen, wenn dann nur repräsentativ demokratischen Gremium geschieht, verlieren viele Parteien ihrebasisdemokratischen Prinzipien, welche sie sich sonst auf die Fahne schreiben», meint Nadja Carver, Co-Präsident*in der Jungen Grünen Luzern. «So werden bereits im Voraus Perspektiven und Menschengruppen innerhalb der Partei ausgeschlossen. Man merkt: Auch in Luzern geschieht viel im rauchigen Hinterzimmer.»

 Für die Jungen Grünen Kanton Luzern ist klar, dass sie auch bei diesen Wahlen erneut eine junggrüne Regierungsratskandidatur stellen wollen, nachdem bereits Chiara Peyer (2023) und Irina Studhalter (2015) als Kandidierende der Jungen Grünen Kanton Luzern für den Regierungsrat angetreten sind. «Noch immer sind junge Perspektiven klar unterrepräsentiert. Die Stimmen von FINTA*-Personen bleiben häufig ungehört, Perspektiven von rassismusbetroffene Personen, aber auch Personen mit Behinderung(en) werden gar nicht betrachtet. Deshalb braucht es Parteien und Organisationen, welche eine Plattform bieten», erklärt Simon Leisinger, Vorstandsmitglied der Jungen Grünen Luzern.

Die Jungen Grünen Kanton Luzern haben die Regierungsratskandidatur parteiintern ausgeschrieben und diverse Bewerbungen erhalten. Die öffentlichen Kampfwahlen werden an der Mitgliederversammlung Anfang Sommer stattfinden. «Als Junge Grüne stehen wir für Transparenz, politische Inklusion und die demokratische Auslebung derer. Wir sind überzeugt, dass auch die anderen Parteien des Kanton Luzern zu einem transparenten, offenen Wahlkampf fähig wären – ob Regierungsratspartei oder nicht», meint River Räss, Mitglied der Jungen Grünen «Eine Politik, die alle mitnimmt, entsteht nicht erst im Rathaus. Sie entsteht dort, wo Kandidierende ausgewählt, Kampagnen geplant und Entscheidungen getroffen werden.»