Am Mittwochabend bot sich den Pendler*innen vor dem Torbogen in Luzern eine andächtige Szene: Die Jungen Grünen Kanton Luzern gedachten den Toten der Klimakrise, aber auch jenen, die ihr Zuhause, ihre Angehörigen oder ihre Mobilität verloren haben. Mit einem Transparent und zahlreichen Grabkerzen machten sie auf die zunehmenden Meldungen über Überschwemmungen, Murgänge, Hurricanes, Dürren und Hitzeperioden aufmerksam, die in den letzten Jahren immer häufiger geworden sind.
„Bereits heute sterben täglich Menschen aufgrund der Folgen der Klimakrise, weil keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen werden“, erklärte Nadja Carver, Co-Präsident*in der Jungen Grünen. Es sei „essenziell, dass der globale Norden seine Verantwortung erkennt, die wissenschaftlichen Erkenntnisse in politische Entscheidungen integriert und aus dem Leid konkrete Lösungen entwickelt.“
Die Jungen Grünen bieten auch Lösungen: Am 9. Februar wird über ihre eidgenössische Umweltverantwortungsinitiative abgestimmt. Diese fordert, dass die Schweiz innerhalb von zehn Jahren die planetaren Grenzen respektiert, was bedeutet, nur so viele Ressourcen zu nutzen, wie sich regenerieren lassen.
Die WHO prognostiziert für die Jahre 2030 bis 2050 jährlich 250'000 Todesfälle aufgrund der Klimakrise, doch bereits heute sterben nach anderen Quellen über 200'000 Menschen an Folgen wie Luftverschmutzung, Hitze, Hunger und Umweltkatastrophen. „All diese Todesfälle sind Konsequenzen eines ungezügelten Kapitalismus und könnten vermieden werden“, so Carver.
Gerade auch die fehlende Verknüpfung macht Carver Sorgen. “Es wird aktiv gegen Klimaschutz gestimmt und die Regierung setzt bereits vorhandene Gesetze und Verfassungsartikel sehr halbherzig um, aber wenn die Menschen in Misox bis zu den Knien in Wasser stehen, tun alle schockiert.” meint Carver. Deshalb stehen die Jungen Grünen Kanton Luzern entschieden für ein JA zur Umweltverantwortungsinitiative am 9. Februar ein.