Bereits Ende Juli wurde klar, wer sich für die Nachfolge im Co-Präsidium der Jungen Grünen zur
Verfügung stellt. Nadja Carver (20, sie/they) und Finn Krummenacher (17, er/they) kandidierten an der
Vollversammlung der Partei ohne Gegenkandidaturen. Die Mitglieder der Jungen Grünen wählten
Nadja und Finn einstimmig als Co-Präsident*innen.
Nadja Carver studiert zurzeit Politik- und Religionswissenschaften an der Universität Zürich. Zudem
arbeitet sie als Mitarbeiter*in Betreuung von Menschen mit Behinderung sowie im Gastrobereich.
Zuvor hat sie in Sursee die Kantonsschule absolviert. Carver politisiert vor allem im Namen der
Bekämpfung der Klimakrise und ist deshalb auch im Klimastreik Zentralschweiz aktiv. Auch
queerfeministische Anliegen sind für Carver zentral. «Eine wirkliche Gleichstellung aller Geschlechter
ist noch immer nicht erreicht, das lässt sich zum Beispiel bei der Altersvorsorge erkennen. Und auch
die verlogene BVG-Reform der Pensionskasse stellt FINTA-Personen nicht besser.», so Carver.
Finn Krummenacher absolviert momentan sein letztes Jahr an der Kantonsschule Musegg Luzern und
wird diese voraussichtlich im Sommer 2025 mit der Matura abschliessen. Er engagiert sich neben den
Jungen Grünen auch im Vorstand der Grünen Stadt Luzern, dem Klimastreik Zentralschweiz und im
Jugendparlament der Stadt Luzern, welches er auch schon präsidiert hat. Er ist bereits langjähriges
Mitglied der Jungen Grünen, hat in mehreren Wahl- und Abstimmungskampagnen aktiv mitgewirkt und
ist seit Dezember 2023 Mitglied des Parteivorstandes. Politisch setzt sich Krummenacher vor allem
für ein attraktives Kulturangebot für alle und eine chancengleiche Bildungspolitik ein.
Das neue Co-Präsidium freut sich auf die kommenden Aufgaben. «Wir dürfen eine gut funktionierende,
sehr aktive Partei mit vielen engagierten Mitgliedern übernehmen. Das freut mich unglaublich.» meint
der frisch gewählte Finn Krummenacher. Trotzdem gibt sich das Duo bereits sehr kämpferisch und
will die Partei aktivistischer ausrichten. So meint Nadja Carver: «Als Jungpartei gehört es zu unseren
Aufgaben, radikal und provokativ zu sein. Zusätzlich müssen wir natürlich auch unserer Mutterpartei
ab und zu etwas auf die Finger schauen.» Die Mitglieder der Jungen Grünen sollen zudem mehr in die
Politik der GRÜNEN einbezogen werden. Dies soll unter anderem mit regelmässigen Austauschrunden
und partizipativen Arbeitsgruppen umgesetzt werden.
Neben den Neuwahlen des Co-Präsidiums kommt es auch im Vorstand zu Veränderungen. Die
Vollversammlung wählte alle bisherigen Vorstandsmitglieder wieder, Maline Zimmermann (22, sie),
Samuel Asal (26, er) und Leo Scherer (21, er) werden weiterhin als Vorstandsmitglieder aktiv sein.
Zusätzlich wählten die Mitglieder Liv Kloth (18, sie) und Giulia Bucheli (17, alle Pronomen) neu in den
Vorstand.
Des Weiteren fassten die Jungen Grünen ihre Parolen für die Abstimmungen vom 22. September. Für
die nationalen Abstimmungen übernahmen die Jungen Grünen Luzern die Parolen der Jungen Grünen
Schweiz und empfehlen eine Annahme der Biodiversitätsinitiative sowie eine Ablehnung der BVG-
Rentenreform. Für die kantonale Steuergesetzrevision fasste die Partei einstimmig die Nein-Parole.