Die Aktivist*innen rufen die Bevölkerung mit ihrer Aktion dazu auf, die Initiative Attraktive Zentren anzunehmen
und machen sich für eine zukunftsorientierte Verkehrspolitik stark. Die Verlangsamung des Verkehrs soll gerade
auch in Städten gefördert werden, dies führe zu erhöhter Sicherheit und, entgegen den Behauptungen der JSVP , zu
weniger Stau. Auf diesen verkehrspolitischen Aspekt wurde mit einem Zone 30 – Schild auf der Seebrücke
aufmerksam gemacht.
Mit den aufgesprayten Velowegen machen die Aktivist*innen auf die fehlende Velo-Infrastruktur aufmerksam. Die
Jungen Grünen Luzern befürworten diese Aktion als Zeichen, um auf den fehlenden Platz für Velos aufmerksam
zu machen. «Ich bin um Sursee aufgewachsen, wir haben dort bereits ein vergleichsweise sicheres und
ausgebautes Veloverkehrsnetz», meint eine Junge Grüne, «als ich in die Stadt gezogen bin, hat mich die Situation
hier absolut verängstigt, von sicherem Fahrrad fahren kann hier nicht die Rede sein.» Gerade an mehrspurigen
Stellen werden Velofahrer*innen nicht genug in den Planungsprozess einbezogen bzw. nicht ernsthaft bedacht.
Gerade auch Kinder und Jugendliche benützen tagtäglich das Fahrrad für den Schulweg und in der Freizeit. «Es
stellt sich uns die Frage, wo unsere verkehrspolitischen Prioritäten liegen», stellt sie fest, «und zurzeit liegt sie
scheinbar nicht beim Wohl der Menschen».
Für die Jungen Grünen ist klar, dass der ewige Ausbau von Strassen wenig Sinn macht. Dies gerade auch mit
Blick auf die Initiative der JSVP, welche am 26. November ebenfalls an die Urne kommt. „Verkehrsflussstudien
zeigen ganz klar, dass der Ausbau des Strassennetzes nicht zu reguliertem, sondern lediglich zu mehr Verkehr
führt“, erklärt eine weitere Junge Grüne, „die Junge SVP bedient sich hier ganz klar an Fehlinformationen auf
Basis einer einzigen Studie.“ Die Antistau-Initiative stellt sich ausserdem klar gegen Dosierungsanlagen,
Busspuren und Fahrbahnhaltestellen. Sogar Abbiegeverbote stellt sie als ein Problem dar. Doch gerade diese
Massnahmen dienen dazu, den Verkehrsfluss zu verbessern.
Aus diesen Gründen liegt den Jungen Grünen Luzern die Initiative Attraktive Zentren so sehr am Herzen. Für die
Jungen Grünen ist klar, dass der Langsamverkehr und ÖV mehr gefördert werden muss. So kann einer modernen
Mobilitätsstrategie Platz gemacht werden - Für mehr Lebensqualität und Sicherheit in den Gemeinden, für breite
und sichere Velowege, für ansprechende und lebhafte Ortszentren, für saubere Luft und für unser Klima.
Deshalb sagen die Junge Grünen am 26. November JA zur Initiative Attraktive Zentren und NEIN zur Anti-Stau
Initiative und zum Gegenvorschlag.