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Strafanzeige eingereicht - JSVP hat den Bogen überspannt

Heute Mittag hat Jonas Tunger bei der Luzerner Polizei eine Anzeige gegen die Verantwortlichen
des JSVP Online-Prangers eingereicht. Die Jungen Grünen Kanton Luzern unterstützen
diesen Schritt. Die JSVP ist mit ihrer „Online-Fahndung“ nach unschuldigen Bürgerinnen und
Bürgern zu weit gegangen. Es geht nicht an, dass Menschen, die sich nichts haben zuschulden
kommen lassen, im Internet als Kriminelle dargestellt werden. Die Anzeige ist ein klares Signal
gegen solche rechtswidrigen Praktiken. Jonas Tunger wurde zu Unrecht als „Rädelsführer“,
„Chaot“ und als „gewaltbereiter Linksextremer“ bezeichnet und wehrt sich dagegen.


Aus folgenden Gründen sind wir nach der Diskussion mit unserem Rechtsberater zum Schluss gekommen,
dass eine Anzeige gegen die Verantwortlichen bei der JSVP die richtige Entscheidung ist:


Eine Privatfahndung gegenüber einem unbescholtenen Menschen, der Gewalt aus tiefer Überzeugung
ablehnt, ist ehrenrührig und erfüllt ohne Zweifel den Tatbestand der üblen Nachrede (Art. 173
StGB). Da die JSVP wusste, dass Jonas Tunger nichts mit irgendwelchen Gewalttaten zu tun hat,
muss die Veröffentlichung seines Bildes und des dazugehörigen Textes allenfalls gar als Verleumdung
(Art. 174 StGB) qualifiziert werden.


Folgende Gegebenheiten haben den Entschluss, eine Anzeige einzureichen, unterstützt:


-­ Die JSVP Luzern hat das Ultimatum der Jungen Grünen verstreichen lassen und sich weder öffentlich
entschuldigt noch eine Richtigstellung verfasst, wie dies verlangt war.
-­ Die JSVP hat trotz des Wissens über die Identität des gewaltbereiten Pfeffersprayers vom 1. Dezember
2012 wahllos Unschuldige angeprangert.
-­ Der Online-Pranger war drei Tage lang online und öffentlich zugänglich. Nach drei Tagen wurden
die Gesichter unkenntlich gemacht, jedoch nicht entfernt.
-­ Jonas Tunger wurde im Fahndungsaufruf als “Rädelsführer“, “Chaot” und als “gewaltbereiter
Linksextremer” und schliesslich als “Täter” bezeichnet. Alle diese Bezeichnungen entsprechen
nicht der Wirklichkeit und sind deshalb eine üble Nachrede und ehrverletzend.
-­ Diese Anzeige ist ein starkes Zeichen gegen die problematische Praxis von Selbstjustiz im
Internet.

Freundliche Grüsse
Fabian Takacs
Co-Präsident Junge Grüne Kanton Luzern

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