Medienmitteilung

Viola Amherd wirft mit der Armee Geld aus dem Fenster

Montag den 14. September, Bahnhofplatz Luzern. Viola Amherd ist mit Vertretenden der Armee vor Ort. Gemeinsam werfen sie einen Haufen 1000er Noten aus einem Fenster. Hinter diesem ungewöhnlichen Bild steckt eine Aktion der Jungen Grünen Kanton Luzern. Symbolisiert wird damit die Verschwendung von 24 Milliarden Franken, die bei einer Annahme der Beschaffung neuer Kampfflugzeuge am 27. September erfolgen würde. 

 

Das Geld wird aus dem Fenster geworfen

Am 27. September stimmt das Schweizer Stimmvolk unter anderem über die Beschaffung neuer Kampfflugzeuge ab. Die Beschaffung wird mit einem satten Geldbetrag von 6 Milliarden Franken betitelt. Berechnet man die Kosten über die Lebensdauer hinweg mit ein, ergibt sich eine noch grössere Summe von 24 Milliarden Franken. Den Betrag von 24 Milliarden Franken ist kaum vorstellbar. Zur Verdeutlichung: Ein Stapel 1000er Noten in dieser Höhe wäre ungefähr so hoch, wie wenn man den Torbogen am Luzerner Bahnhofplatz 36 Mal (!) aufeinander Stapeln würde. Alternativ kann man sich 36 Stapel 1000er Noten jeweils in der Höhe des Torbogens vorstellen. Eine unglaubliche Summe. Für die Jungen Grünen Kanton Luzern ist klar: das Geld der Steuerzahler*innen wird aus dem Fenster geworfen.

 

Mit der Aktion symbolisierten sie diesen Umstand. Viola Amherd sowie Armeeangehörige in entsprechender Uniform waren vor Ort und warfen das Geld persönlich und wortwörtlich aus dem Fenster, das für die Aktion am Bahnhofplatz in Luzern aufgestellt wurde. Die Bundesrätin lud zudem die Passant*innen ein, ihr dabei zu helfen, zumal es ja schliesslich ihre Steuergelder sind. Mit einem Transparent mit der Aufschrift «24 Milliarden aus dem Fenster werfen?» wurde die Botschaft untermalt. Den Passant*innen wurden Flyer zu der entsprechenden Abstimmungsvorlage verteilt und somit auf die Thematik aufmerksam gemacht. «Es ist unglaublich, dass das VBS solch eine massive Summe an Geld in neue Luxuskampfjets stecken will», sagt Michelle Meyer, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Kanton Luzern.

 

Falsche Prioritätensetzung

Die Jungen Grünen Kanton Luzern haben an ihrer Mitgliederversammlung vom 05. Juni einstimmig die Nein-Parole zu der Beschaffung neuer Kampfjets beschlossen. «Die Prioritätensetzung des Bundes in Bezug auf die Sicherheit schiesst völlig am Ziel vorbei» so Michelle Meyer. «Die wahren Bedrohungslagen liegen im Bereich der Cyberkriminalität oder in den Folgen der Klimakrise. Dort wäre das Geld deutlich sinnvoller investiert». Darüber hinaus gäbe es viele Bereiche, die das Geld dringender nötig haben und in denen seit Jahren durch die bürgerlich dominierte Politik gespart wird, wie zum Beispiel in der Gesundheit, der AHV, Bildung, Kultur oder Klimaschutz. Gerade in der Coronakrise ist es schlicht falsch, so viel Geld für Luxuskampfjets auszugeben.  

Kontaktangabe:

Michelle Meyer
Co-Präsidentin Junge Grüne Kanton Luzern
078 732 06 98
michelle.meyer@jun gegrueneluzern.ch