Medienmitteilung

Breites Luzerner Komitee für Kriegsgeschäfte-Initiative präsentiert sich der Öffentlichkeit

Vertreter*innen von zehn Organisationen aus Politik und Zivilgesellschaft sind sich einig: Ein Ja zur Kriegsgeschäfte-Initiative ist notwendig. Die Initiative fordert eine Selbstverständlichkeit: Dass wir Kriege nicht länger finanziell unterstützen. Vor drei Jahren wurde eine entsprechende Initiative in der Stadt Luzern zurückgezogen, da die städtische Pensionskasse deren wichtigste Forderung umgesetzt hatte.

Am 29. November kommt die Eidgenössische Kriegsgeschäfte-Initiative zur Abstimmung. Diese wurde von den Jungen Grünen und der Gruppe Schweiz ohne Armee (GSoA) lanciert. Auf der Ebene des Kantons Luzern stehen an die zehn Organisationen hinter der Initiative und haben aus diesem Grund ein Komitee gegründet. Die Vertreter*innen stammen sowohl aus der Zivilgesellschaft wie auch der Politik und legen im Folgenden ihre Argumente für ein Ja zur Initiative dar.

Geld, welches die Schweizer Bevölkerung beispielsweise in Pensionskassen anlegt, wird nachweislich in Kriegsmaterialproduzierende investiert. Diese wiederum liefern wiederholt Waffen auch in Kriegsgebiete und fördern so grosses Leid. Suhel Haji, Vorstandsmitglied beim Asylnetz Luzern meint: “Eure Kinder leben wegen der Kriegsmaterialfinanzierung im Luxus, die Kinder in Syrien sterben deswegen”. Für den Kurden aus Syrien, interkulturellen Dolmetscher und Vermittler, der sich zurzeit als Sozialarbeiter ausbilden lässt, ist ein Ja zur Initiative deswegen zwingend.

Auch Michelle Meyer, Co-Präsidentin der Jungen Grünen Luzern, steht hinter der Initiative. Sie verweist darauf, dass in der Stadt Luzern vor drei Jahren eine analoge Initiative zur Debatte stand. Diese wurde zurückgezogen, da die städtische Pensionskasse eine zentrale Forderung umgesetzt hatte. “Das Beispiel der Pensionskasse Stadt Luzern – und sie ist nicht die einzige – zeigt, dass solche Betriebe auch erfolgreich sein können, ohne Blut an den Händen zu haben”, so Meyer. Im Gegenteil sind nachhaltige Investitionen langfristig sogar profitabler, wie jegliche Banken wie die UBS selber werben. Ethische Anlagen lohnen sich also auch wirtschaftlich gesehen.

Felix Kuhn, Präsident der Einbürgerungskommission der Stadt Luzern, plädiert an die humanitäre Seite der Schweiz: "Würde die Schweiz in der humanitären Flüchtlingspolitik eine ebenso wichtige Rolle spielen wie in der Waffenproduktionsfinanzierung, könnten wir stolz sein auf die Schweiz.“ Der Luzerner Künstler ist wie Haji Vorstandsmitglied beim Luzerner Asylnetz. Er betont, dass die Schweiz aufgrund ihres wichtigen Finanzplatzes besonders wichtig ist für die Finanzierung der Kriegsmaterialien. Mit der Annahme der Initiative könnte die Schweiz einen Beitrag leisten zu einer friedlicheren Welt.

Die folgenden Personen gehören dem Komitee an:

·       Suhel Haji, Vorstandsmitglied Asylnetz Luzern

·       Michelle Meyer, Co-Präsidentin Junge Grüne Luzern

·       Markus Aregger, GSoA-Luzern

·       Priska Birrer-Heimo, Nationalrätin SP

·       Felix Kuhn, Präsident der Einbürgerungskommission der Stadt Luzern

·       Rahel Estermann, Kantonsrätin GRÜNE 

·       Tobias Reinmann, Präsident EVP Luzern

·       Zoé Stehlin, Co-Präsidentin Juso Luzern

·       Urban Sager, Präsident VPOD

 ·       Amanda Probst, Frauen*streik Komitee  

Kontaktangabe:

Michelle Meyer
Co-Präsidentin Junge Grüne Kanton Luzern
078 732 06 98  
michelle.meyer@jun gegrueneluzern.ch