Medienmitteilung

Junge Grüne wollen Cheerstrasse-Kredit im Parlament versenken

 Die Cheerstrasse ist aus umwelt-, verkehr- und finanztechnischen Gründen ein nicht mehr vertretbares Projekt. Die Jungen Grünen wollen den Autoverkehr nicht mit einer zusätzlichen Strasse attraktiver machen, sondern die insgesamt 32 Millionen in den Umweltschutz investieren. Trotzdem anerkennen sie die Bemühungen des Stadtrates, aus Demokratiegründen ein Projekt zu planen, das seiner Mobilitätsstrategie zuwiderläuft.

 

Die Jungen Grünen wollen den zweiten Zusatzkredit von rund 12 Millionen ablehnen und die Cheerstrasse so im Parlament versenken. «Bei der Cheerstrasse stehen die Kosten in keiner Weise mehr im Verhältnis zum Nutzen», meint der Junggrüne Grossstadtrat Jona Studhalter. Mit einer Unterführung würde die Strecke für den Autoverkehr attraktiver. Dies wollen die Jungen Grünen nicht weiter unterstützen. «Im Herbst werden wir Massnahmen zu Netto Null 2030 im Parlament beschliessen. Mit dem Bau der Cheerstrasse würden wir 32 Millionen vergeuden und unsere eigenen Klimaziele damit torpedieren» sagt Studhalter.

 

Arbeit des Stadtrates wird anerkannt

 

Der Volksentscheid der Littauer*innen vor der Fusion für das Projekt wurde unter Berücksichtigung komplett falscher Zahlen gefällt. Das Projekt würde knapp drei Mal teurer, als damals von der Gemeinde behauptet. Der Stadtrat hat anschliessend 2017 versucht, mit einem tiefen Zusatzkredit das Projekt realisieren zu können und so den Entscheid aus Littau zu respektieren. Ein Poker, der sich nun als falsch erwiesen hat. Dennoch würdigen die Jungen Grünen den Aufwand des Stadtrates, ein Projekt aus demokratietechnischen Grünen zu planen, das der Mobilitätspolitik des Stadtrates widerspricht.

 

Verkehrsprobleme müssen angegangen werden

 

Trotz der Ablehnung des Kredits wollen die Jungen Grünen die Erreichbarkeit des Bahnhofs Littau verbessern. Gemeinsam mit den Grünen werden sie einen Vorstoss einreichen, der die Erreichbarkeit für ÖV, Velos und Fussverkehr gewährleisten soll und die Anwohnerschaft vom Durchgangsverkehr entlastet.

Kontaktangabe:
Jona Studhalter
Grossstadtrat Junge Grüne
078 637 39 51
jona.studhalter@jungegruene.ch