HERZLICHEN DANK

Liebe Junge Grüne

Acht Monate lang haben wir gekämpft, standen stundenlang auf der Strasse, hatten unzählige Sitzungen, führten Aktionen und Demos durch und, und, und... In einem Wort: WIR SIND UNGLAUBLICH. Der Abstimmungssonntag ist dann leider nicht ganz nach unseren Vorstellungen verlaufen. Für eine ausführliche Analyse ist es sicher noch zu früh, der Nein Stimmenanteil war tief,  was vor allem auch durch den sozialdemokratischen Schulterschluss mit den VerschärferInnen erklärt werden kann. Frau Sommaruga und einige Teile der "Linken" haben sich jedoch sehr weit hinausgewagt. Um das Projekt Holland nicht zu gefährden, machen sie den Verschärfungswahn der Bürgerlichen mit. Ob sich das in Zukunft wirklich auszahlt, oder ob Sommaruga einfach eine Weitere von vielen sein wird, werden wir in Zukunft sehr gut beobachten können. 

Das Referendum war mit Bestimmtheit keine Fehlentscheidung. Der viel vorausgesagte Steilpass blieb aus. Auch wenn ihn die Flüchtlingshilfe sogar am Abstimmungssonntag nochmals erwähnte, ist dieses Resultat mitnichten ein Freipass für weitere Verschärfungen. Nein, das Resultat zeigt auf, dass die Situation für Asylsuchende in der Schweiz nicht befriedigend ist. Menschen, die seit Jahren Asyl erhalten sollten warten auf Entscheide, können sich nicht integrieren, finden keine Arbeit und rutschen in die Sozialsysteme ab. Die Politik diskutiert lieber über irgendwelche Missbräuche und über die Definition von Flüchtlingen - armselig. Mit dem Referendum haben wir aber einiges gewonnen. Die Asylbewegung wurde gestärkt und viele Leute, die täglich mit Asylsuchenden zusammenarbeiten, haben dieses Referendum und den Abstimmungskampf massgeblich mitgetragen. Es entstand in den Medien eine einigermassen ehrliche Diskussion über die Situation von Flüchtlingen in der Schweiz und in den Krisengebieten. Als Junge Grüne haben wir viel dazu gelernt und unser Profil im Asyl- und Migrationsbereich weiter geschärft. Als einzige Partei haben wir uns konsequent für den Schutz, den korrekten Umgang und für mehr Solidarität mit schutzbedürftigen Menschen eingesetzt.

Auch wenn zurzeit bereits die nächste Revision des Asylgesetzes im Parlament ist, stehen weitere wichtige Themen an. So können wir uns nun zum Beispiel verstärkt gegen die Lebensmittelverschwendung einsetzen. Mit der GSOA Initiative zur Abschaffung der Wehrpflicht, dem Kampfjet Referendum, dem 24-Stunden Referendum und der 1:12 Initiative steht ein spannender (auch kantonal) Herbst bevor. Zudem wollen wir über den Sommer das Projekt einer Jung Grünen Parteistrategie, einer Jung Grünen Vision,  aufgleisen und zu verschiedensten Themen Position beziehen. 

Die Arbeit mit so vielen, engagierten jungen Menschen bereitet uns extrem viel Freude und sorgt für Motivation, die Zukunft weiter mitzugestalten. Gemeinsam werden wir noch so einiges erreichen können. Am 6. Juli haben wir Zeit zum Anstossen, Plaudern, zum's Lustig haben. Wir freuen uns über möglichst viele Junge Grüne an der nationalen Mitgliederversammlung am 6. Juli in Sissach BL, wo nebst dem Besuch von Maja Graf ein spannendes Programm auf euch warten wird, natürlich mit einer fetten Party am Abend. Allen anderen wünschen wir bereits jetzt einen erholsamen und sonnigen Sommer.

Jung Grüne Grüsse

Lena Frank und Andi Lustenberger

Junge GrĂ¼ne Schweiz | Jeunes Vert-e-s Suisse
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