L'engagé

Zweite Ausgabe: Geflüchtet ins Land der Schikanen

Es ist Juni dieses Jahres. Vor der Küste Griechenlands sinkt ein Flüchtlingsboot. Über 80 Menschen kommen ums Leben. Doch die Aufmerksamkeit und das Mitgefühl der westlichen Welt ist anders wo. Die Storyteller der grossen Medienhäuser geben alles, um je des klitzekleine Detail des verschwundenen Titanic-U-Boots Titan zu Clicks zu verarbeiten. Das Beispiel steht exemplarisch dafür, wie mit dem Schicksal tausender Geflüchteter umgegangen wird, die auf ihrem Weg nach Europa schon im Mittelmeer ertrunken sind. Es entsteht schnell der Eindruck, dass die Leben der tausenden Geflüchteten, die auf ihrem Weg nach Europa schon gestorben sind, weniger Wert haben. 

 

Doch nicht nur an den EU-Aussengrenzen werden Geflüchtete oft als Menschen zweiter Klasse behandelt. Auch in der Schweiz müssen sie tagtäglich für ihre Rechte kämpfen, leiden unter strukturellen Diskriminierungen und werden von rechten Parteien zum Sündenbock erklärt – für alles und nichts. In dieser zweiten Ausgabe der junggrünen Mitgliederzeitung «L’engagé» gehen wir den Ungerechtigkeiten und Schikanen auf den Grund, die Geflüchteten tagtäglich widerfahren, sei es in Europa oder der Schweiz. Geflüchtete haben uns ihre Geschichten er zählt, wir haben mit dem Bundessprecher der Grünen Jugend über die europäische Asylpolitik gesprochen und ein Argumentarium gegen die fremdenfeindliche SVP-Wahlkampagne zusammengestellt. Diesmal fällt es schwer, viel Spass beim Lesen zu wünschen. Doch was wir wünschen können, ist eine wertvolle und hilfreiche Lektüre!

 

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