#1 Endlich eine konsequente Klimapolitik
Die Klimakrise muss endlich ernst genommen werden. Ohne Handeln wird sich nichts verbessern und kommende Sommer werden noch heisser und trockener werden als dieser. Echte Massnahmen beinhalten eine Installation von Solarstrom auf allen geeigneten Gebäuden, ein Verbot des Verkaufs von Verbrennerautos ab 2027 und ein speditives Ersetzen aller Ölheizungen.
#2 Solidarität bei Genoziden und Kriegsverbrechen
Die Neutralität der Schweiz darf nicht als Ausrede verwendet werden, bei Kriegsverbrechen wegzuschauen. Ihr Ziel soll die Bewahrung des globalen Friedens und der Menschenrechte sein, nicht ein Schutz der Schweiz auf Kosten anderer. Zu echter Solidarität gehören Sanktionen für Staaten, die das Völkerrecht verletzen, humanitäre Hilfe und eine klare Verurteilung von Genoziden (wie zum Beispiel Israels Genozid in Gaza).
#3 Verantwortung für Grosskonzerne
In Zug ansässigen Konzernen muss stärker auf die Finger geschaut werden. Als Finanzparadies ist Zug ein Magnet für Firmen, die nicht nur Geld sparen, sondern auch Regeln umgehen wollen. Konzerne dürfen nur hier ansässig sein wenn sie vorweisen können, dass sie nicht gegen Menschenrechte und Umweltstandards verstossen und dass dies auch für ihre Tochterfirmen gilt.
#4 Echter bezahlbarer Wohnraum
Das Problem, welches Zuger*innen am meisten beschäftigt, ist der Wohnraum und trotzdem wird dieses Thema von der Regierung konsequent ignoriert, um mehr Platz für Profite zu machen. Zug soll nicht nur ein Kanton für Reiche sein. Die Regierung muss Bedingungen schaffen, die es Menschen aus allen Vermögensschichten erlauben, eine Wohnung zu finden. Ein wichtiger erster Schritt ist die Einführung eines Vorkaufrechts für Gemeinden.
#5 Eröffnung eines Gleichstellungsbüros
Zug hat als einer von nur wenigen Kantonen kein Gleichstellungsbüro, also keine Anlaufstelle für Lohnungleichheit, sexuelle Belästigung oder sonstiger Diskriminierung am Arbeitsplatz. Wir fordern die Eröffnung eines solchen Büros, damit diese weiterhin existierenden Probleme systematisch bekämpft werden können.
#6 Keine Milliardäre in Zug
Ab einem gewissen Grad wird Reichtum zu einer aktiven Gefahr für die Gesellschaft. Wie das aktuelle Beispiel der USA zeigt, schadet es uns allen, wenn einzelne Personen absurde Mengen an Ressourcen und Macht anhäufen können. Auch eine starke Demokratie kann gekauft werden. Deshalb fordern wir eine Besteuerung von 100% auf alle Vermögenswerte über 999 Millionen im Kanton Zug.
#7 Transparenz in der Politikfinanzierung
Es muss klar ersichtlich sein, wo das Geld in der Politik herkommt. Im Kanton Zug ist das besonders wichtig, denn unsere ansässigen Firmen haben einen grossen Anreiz, in die Politik einzugreifen, um ihre Steuern tief zu halten – und tun dies höchstwahrscheinlich auch. Der von der Bevölkerung angenommene Gegenvorschlag zu unserer Transparenzinitiative muss deshalb ohne Verwässerungen implementiert werden.
#8 Kulturangebot für junge Menschen
Als junge Person in Zug hat man kaum Möglichkeiten, am Abend auszugehen und sich mit Freunden zu treffen. Es fehlen bezahlbare und alkoholfreie Lokale und kulturelle Angebote wie Theater, Konzerte und Partys. Damit diese entstehen können, braucht es Unterstützung des Kantons. Dieser muss Räumlichkeiten sowie einen Sponsoring-Fonds zur Verfügung stellen.
#9 Aktive Bekämpfung von Diskriminierung
Hassverbrechen aller Art sind in der Schweiz weiterhin ein grosses Problem. Der Kanton Zug muss sich dafür einsetzen, Gewalt aufgrund von Hautfarbe, Geschlechtsidentität, Religion, sexueller Orientierung usw. präventiv zu bekämpfen. Dazu braucht es Anlaufstellen für Betroffene, Informationskampagnen gegen Diskriminierung und ein Aufklärungsunterricht in der Schule, damit schädliche Internet-Inhalte wie die Mansophere nicht weiter verbreitet werden können.
#10 Menschenwürdige Behandlung von Asylsuchenden
Asylsuchende werden im Kanton Zug viel zu oft kaum als Menschen anerkannt. Dazu gehört das Leben auf zu kleinem Raum, das Einschränken der Bewegungsfreiheit und ungenügende Selbstbestimmung, gerade beim Geld. All das muss sich ändern. Gleichzeitig soll fremdenfeindliche und rassistische Sprache im öffentlichen Raum nicht weiter toleriert werden.